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Digitales Kino FAQ

Welche Ausgangsformate können für die Erstellung eines DCPs verwendet werden?

Bildmaterial:

Prinzipiell können wir jedes digitale Video- oder Bildformat öffnen / bearbeiten.

Der sicherste und best erprobte Weg ist jedoch die Bilddaten als Einzelbilder im DPX, Cineon oder Tiff Format anzuliefern.

Auch eine Anlieferung als digitales Video ist möglich. Videocodecs haben jedoch spezifische Eigenheiten die zu ungewollten / unvorhersehbaren Ergebnissen führen können, weshalb wir bei Videomaterial empfehlen, die Avid Codecs (DNxHD oder Avid Meridien Uncompressed) oder die Apple Prores Reihe zu benutzen. Bei Anlieferung der Daten in einem anderen Videocodec ist es ratsam vorab Tests zu machen, um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten. Eventuell können durch aufwendige Formatkonvertierungen / Datenaufbereitung zusätzliche Kosten entstehen.

Tonmaterial:

Die Tondaten müssen als unkomprimierte .wav oder .aiff Dateien vorliegen, abgemischt für 5.1 oder 7.1 Sound. Auch Protools Projekte können gelesen werden. Die Kanäle müssen jeweils eindeutig gekennzeichnet sein als Left, Right, Center, Low Frequency Effect, Left Surround und Right Surround bzw. in dieser Reihenfolge bei interleaved Dateien vorliegen. Es ist auch möglich aus bestehenden Protools Projekten eine neue Mischung für digitales Kino zu erstellen, sollte das Original nur Stereo abgemischt sein. Hierdurch entstehen weitere Kosten.

Da mittlerweile viele Filme mit 25 Bildern/Sekunde gedreht werden wird es oftmals nötig den Ton für das Digital Cinema Package auf 24 Bilder/Sekunde anzupassen. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Verlangsamen des Tonmaterials um 4% (pitch): Bestmögliche Qualität bei niedrigem Arbeitsaufwand. Nachteil: die Tonhöhe ändert sich, bei einem komponierten Score kann dies unpassend sein. Ebenso können rechtliche Probleme bei Einsatz lizenzierter Musik auftreten.

2. eine eigene Kino Mischung erstellen lassen (bei der Postproduktion oder über uns) Dies ist die aufwendigste Variante, bringt aber das beste Ergebnis und kann bei Einsatz von lizenzierter Musik die einzig mögliche Variante sein.

3. Verlangsamen des Tonmaterials um 4% ohne Änderung der Tonhöhe mit speziellen Protools Plugins. Dies ist ebenfalls sehr aufwendig und rechenintensiv. Dennoch leidet die Qualität des Tonmaterials und es können ungewollte Phasenverschiebungen zwischen den Kanälen auftreten die den Klanggenuss schmälern.

Akzeptierte Datenträger

Wir akzeptieren Daten auf Microsoft und Mac formatierten Datenträgern (NTFS, HFS, Fat32). Wenn möglich sollten die Daten auf einem Datenträger mit schneller Schnittstelle angeliefert werden (USB3.0 oder eSATA).

Auch Bluray und DVD werden akzeptiert, hierbei empfielt es sich jeweils 2 Kopien von jedem Datenträger anzufertigen da bei diesen Formaten oftmals Datenfehler auftreten.

Bei digitalen Videobändern (HDCAM SR / Digibeta etc.) müssen die Videodaten zuerst umgespielt werden wodurch zusätzliche Kosten entstehen.

35mm Filmmaterial kann von uns z.Zt nicht abgetastet werden, sollte ein 35mm Filmnegativ oder eine Positivkopie als Master dienen so muss dieses von Dritten digitalisiert werden.

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