Das fliegende Klassenzimmer

 

Jonathan ist ein Waisenkind, das von einem Kapitän adoptiert wurde. Er erreicht in der Adventszeit Leipzig per Flugzeug. Dort soll er im Thomanerchor Aufnahme finden. Am Bahnhof begegnet er einer jungen Ladendiebin, die er entkommen lässt. Sie verliert dabei ihre Sonnenbrille, die Jonathan mitnimmt.

Im Internat wird Jonathan schnell freundlich aufgenommen. Seine Zimmerkameraden haben in einem alten Eisenbahnwaggon ihren Geheimtreffpunkt. Eines Abends treffen sie dort auf einen Mann namens Bob, genannt Nichtraucher. Dieser Mann gibt sich als Besitzer des Grundstücks aus und beginnt mit den Jungen eine freundschaftliche Beziehung.

Jonathan erfährt bald vom erbitterten Kampf der Thomaner mit den „Externen“ in ihren Klassen. Die „Externen“ sind die Nicht-Mitglieder der Thomaner. Als Bachs Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche aufgeführt werden soll, entwenden die „Externen“ die Noten der Sopranstimme und entführen den Sohn des Direktors Kreuzkamm.

Daraufhin kommt es zu einer Schneeballschlacht, welche die Thomaner gewinnen. Schließlich gelangen sie mit etwas Verspätung zur Oratoriums-Vorführung. Vom Kantor Justus Bökh daraufhin zur Rede gestellt, geben die Jungs die Wahrheit an. Justus nimmt diese den Jungen nicht übel. Die Kinder sollen als Strafe nun das diesjährige Weihnachtsspiel schreiben und vorführen.

Jonathan verliebt sich immer mehr in die junge Ladendiebin, die sich mittlerweile als Mona, eine der „Externen“, herausgestellt hat. Er gibt ihr ihre Sonnenbrille zurück. Sie lädt ihn als einzigen zu ihrem 12. Geburtstag ein, den die beiden im alten Waggon verbringen. Dort stoßen die Jungen auch auf ein altes Theaterstück, das ihnen sehr gefällt: Das fliegende Klassenzimmer. Sie beschließen, es als Rap aufzuführen und holen Mona als Balletttänzerin in ihr Team. Dieses Vorgehen entspricht einer Revolution, weil Mädchen eigentlich nicht mitwirken dürfen.

Justus schaut schließlich nach den Vorbereitungen zum „fliegenden Klassenzimmer“. Das Stück kommt ihm bekannt vor und er verbietet es. Jonathan wirft ihm schließlich vor, er tue nur so, als sei er ein Freund der Jungen. Wütend tritt Jonathan gegen eine der Kulissen, woraufhin ein Feuer ausbricht.

Die Jungen planen, Jonathan zu decken. Von den Jungen und seiner Freundin Kathrin, der Tanzlehrerin an der Schule, wird Justus zu einer Erklärung gedrängt, warum er das Stück verboten habe. Schließlich sagt er die Wahrheit. Er selbst hatte das Stück Ende der 1970er Jahre mit seinem Freund Robert geschrieben, es aber nicht zur Aufführung gebracht, weil Robert indes in den Westen floh, was Justus nicht nur Schmerz, sondern auch einen Verweis von der Schule einbrachte. Die Stasi nahm an, er hätte von der Flucht gewusst und erfuhr vom „Fliegenden Klassenzimmer“. Er musste das Abitur abbrechen und fing eine Ausbildung als Automechaniker an. Im Gespräch mit Justus verrät Jonathan dann doch, dass er das Feuer ausgelöst hat.

Die Jungen erkennen, dass es sich bei Robert um den Nichtraucher handelt. Sie bringen die beiden zusammen, und beide vertragen sich wieder.

Der kleine Uli von Simmern, einer von Jonathans Zimmerkameraden, wird wegen seiner Größe häufig gehänselt und als Feigling bezeichnet. Sein bester Freund Matz stachelt ihn an, etwas gegen seinen Ruf als Feigling zu tun. Daraufhin kündigt Uli der ganzen Schule an, dass er etwas Besonderes machen wird. Einige Tage später stößt sich Uli schließlich, an zwei mit Helium gefüllten Ballons hängend, vom Dach ab. Dabei stürzt er ab und fällt in Bewusstlosigkeit. Die Jungen, allen voran Matz, machen sich Sorgen, Uli könne tot sein. Doch schließlich bringt Justus die beruhigende Nachricht, dass sich Uli nur das Bein gebrochen habe.

Die Stellung von Justus als Lehrer ist gefährdet, so dass die Jungen beschließen, doch noch eine Aufführung, den Klassenzimmer-Rap, ohne Kulissen aufzuführen. Hiermit können sie die Eltern und das Kuratorium überzeugen und Justus bleibt als Lehrer an der Schule.

 

Quelle: Wikipedia

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