dokKa 2016 Festival Rückblick DCP

For the third time dokKa presented documentary productions, which dealt with societal developments. For 5 days film- and audio productions as well as installative documentary works were presented to the audience – 19 artists were present and dicussed their works with the audience, the jury and the dokKa team.

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A Digital Cinema Distribution Master / DCDM

is a prestage format in the process of creating a DCP / Digital Cinema Package. The DCDM is mostly archived alongside with the DCP, to act as a source format for future purposes (remastering / ancilliary markets, localised versions…) Read more

Procedere gewinnt dcp mastering

“Procedere” by Simon Quack wins promotion prize documentary film.

The Jury says (de) :

Am Anfang von Simon Quacks Film steht ein Verbot, das die Redaktion “Recht und Justiz” der ARD, ob sie es will oder nicht, zu befolgen hat. Dieses Verbot lautet: “Du darfst die Gerichtsverhandlung nicht filmen.” Dieses Verbot erzeugt ein Archiv von Bildern, das sich Wesentlich durch den Umstand strukturiert, dass das, was gezeigt werden soll, nicht gezeigt werden darf. Auf diese Weise entsteht eine Art Nicht Bild Archiv, das die Requisiten der medialen Inszenierung und die Requisiten des Gerichtsschauspiels selbst enthält: stumme Richter, stumme Polizisten, stumme Angeklagte, stumme Verteidiger, Akten, Adler, Türknaufe, Namensschilder, Roben usw. Simon Quacks Verdienst ist es zunächsteinmal den Humor und die tiefere Philosphie dieses Bildmaterials wahrgenommen und für eine filmische Arbeit fruchtbar gemacht zu haben.

In Quacks Film begegnen uns auch die Selbstvergewisserungsformeln des Mediums Fernsehen selbst: der Schwenk etwa, oder auch der Zoom. Quack ordnet diese Formeln humorvoll seriell wiederholend hintereinander. Der immergleiche Schwenk aufs Gerichtsgebäude zum Beispiel. Wir spüren, dass das Medium in solchem Procedere sich seiner selbst vergewissert: “Ich schwenke, also bin ich.”

All diese Bilder indes sind keineswegs stumpf oder hohl. Vielmehr haben sie eine merkwürdig eigene poetische Kraft. Indem sie leer sind von Semantik, lassen sie die Dinge und die Menschen für einen Moment in ihrer Wensenhaftigkeit aufscheinen. So wird der langsame zoom auf die Türklinke zu einer tieferen Anerkennung des Gegenstandes selbst.

Simon Quack hat ganz auf die Kraft dieser kleinen und schwachen Bilder vertraut. Herausgekommen ist ein Film, der uns mit einer guten Portion Humor das Nicht Erzählen erzählt. Das ist wunderbar und die Jury möchte Simon Quacks mit diesem Preis ermutigen, in dieser Richtung fort zu schreiten.

We say: Herzlichen Glückwunsch!